Leute schreiben deutsche Bedienungsanleitungen und beschriften Verpackungen für tolle Produkte aus Asien.
Dabei gibt es von allerlei Merkwürdigkeiten zu berichten.
Mitmachen!!!
Habt Ihr etwas gefunden, was in unsere Thematik passt und hier veröffentlicht werden sollte?
Dann her damit: manualblog ät public-files.de
Wenn wir es auch toll finden, veröffentlichen wir es gerne.
Gerade hat ein Lieferant wieder nach der AI-Datei einer Anleitung gefragt. Das PDF sei nicht hochauflösend genug, die Druckqualität würde dadurch gemindert bla bla bla.
Eigentlich tolle Sache, wenn die Lieferanten die Qualität verbessern wollen. Würden wir auch eigentlich gerne mitmachen, ist schließlich auch in unserem Interesse. Eigentlich.
Denn im Endeffekt heißt diese Frage nach AIs folgendes:
- Wir möchten die Größe der Anleitung verändern, weil die Verpackung jetzt eine andere Größe hat.
- Wir möchten die Bilder austauschen, weil das Produkt jetzt anders aussieht.
- Wir mögen euer Layout nicht. Das können wir besser.
- Ihr habt keine Bilder von glücklichen Chinesen auf dem Titel. Das müssen wir ändern.
- Ihr habt hellgraue Balken am Rand. Das erhöht die Lesbarkeit, aber auch den Tintenverbrauch. Die müssen raus.
- …
Leider bilden wir uns das nicht ein. In grauer Vorzeit haben wir einfach zu oft den Fehler gemacht und unseren Lieferanten Ai-Dateien gegeben. Und dann nicht schlecht gestaunt. Inzwischen haben wir ein paar Abwehrmaßnahmen entwickelt.
- Wir reden von internationalen Standards – das funktioniert fast immer.
- Wir reden von den neuesten technischen Standards – falls die internationale Masche nicht wirkt.
- Wir reden von UNSEREN Standards. Und bestehen dann drauf.
Aber intern haben wir natürlich auch ein paar Sachen auf Lager. Und wenn unsere lieben Kollegen nach AI-Dateien fragen, weil die Lieferanten die Kollegen gefragt haben, dann gibt es sowas:
Quelle: elmicko.blogspot.com
Oder sowas:
Quelle: www.blogcatalog.com
Oder auch sowas:
Quelle: icanhascheezburger.com
Und weil unsere Kollegen manche fiesen Tricks noch nicht kennen, argumentieren sie dann mit einer der bekannten Maschen und fragen nochmal nach. Dann gibts sowas:
Und in ganz ganz wilden Tagträumen schicken wir das dann auch an die Lieferanten….
Das könnte eine Chat-Aufforderung von einem Lieferanten sein. Immerhin ist da unsere korrekte E-Mail-Adresse drin.
Das könnten aber auch Lara/Tina/Olga vom Planeten “Besorgs mir hier und gleich” sein.
Fazit: Keine Ahnung.
Leider vergessen unsere Lieferanten ab und zu durchaus, dass wir hier nicht alle Chinesisch sprechen,
lesen und schreiben können.
Das sieht dann entweder so aus:
Oder auch so:
Ich schätze, da haben sie etwas mit den Amerikanern gemeinsam: Die meinen auch, dass sie überall auf der Welt verstanden werden.
Sind ja auch innerhin zwei verdammt große Länder…
In China ist alles anders, weil es auf der anderen Seite der Welt ist.
So oder so ähnlich. Zumindest stoße ich ab und zu auf Produkte, die mir dann doch sehr deutlich vor Augen führen, dass in China eine sehr andere Mentalität herrscht. Beispielsweise dieses Prachtstück hier:
Diesen kleinen und praktischen Tisch hängt man an das Lenkrad und kann dann während der Fahrt oder zumindest im Stau Emails abrufen oder surfen. Oder so. Der chinesische Lieferant war selbst ganz begeistert und meinte, er benutze das Ding auch selber sehr gern – naja, wers glaubt.
Zumindest ist das interessant und ich dachte mir “Suchen wir doch mal in diesem Internet über Autofahren in China”.
Und da gibt es jede Menge schöne Dinge.
Beispielsweise den Artikel über die Verkehrstoten in China bei Welt-online. Aber wenn die alle solche Tischchen benutzen, wundert mich dann auch nichts mehr .
Dieses chinesische Super-Auto verfügt nicht nur “4 Power Windows” und “Power Mirrors”, sondern auch über 5 Alu-Räder. 5! Ich weiß schon, dass die das Ersatzrad meinen, aber es klingt einfach zu göttlich.
Sehr schön auch die Fotostrecke zurAuto-China bei Spiegel-online. Die beweist mal wieder wunderschön, dass das wichtigste am chinesischen Produkt die Vermarktung mit hübschem Girl zu sein scheint.
Zu Allerletzt dann doch noch die große Überraschung:
Ab und zu kaufen die hehren Herren aus der Einkaufsabteilung begeistert Produkte ein, die sich noch in der Entwicklungsphase befinden. Ist ok so, schließlich sollte man gute Ideen ja unterstützen und außerdem könnte man so der Konkurenz eine Nasenlänge voraus sein.
Wenn dann allerdings der Liefertermin immer näher rückt und es langsam absehbar wird, dass das Produkt sich leider immernoch in der Entwicklungsphase befindet, dann sollte man das verschieben oder das ganze Projekt abbrechen. Passiert leider nicht immer.
Achso, woran unsereins merkt, dass die Sache immernoch in der Entwicklung ist? Ganz einfach, die Bedienungsanleitung sieht ungefähr so aus:
Und das ist wohlgemerkt die endgültige Fassung – sagt wenigstens der Lieferant
Franz mag die Einleitungen der meisten Anleitungen nicht. Er mag nicht zu seinem Kauf beglückwünscht werden und er mag nicht vollgelabert werden, wie toll das Produkt ist. Kann ich irgendwie nachvollziehen, aber auf der anderen Seite muss man ja irgendwie anfangen, als armer Redakteur…
Und schlimmer geht immer, nämlich so:
Ganz ehrlich: Das hier halte ich für den Worst-Case. Keiner versteht wirklich, was gemeint ist. Und ist frau in dieser Situation ruhig und gelassen? Eher weniger…
Ein bisschen witzig finde ich in dem Zusammenhang auch den Hinweis “Von Kindern fernhalten.”
Jaja okay das ist jetzt mal ein etwas schlüpfriger Inhalt, das machen wir ja sonst nicht. Sonst sind hier ja nur die harten Lustigkeitsfakten und nix was auch nur im Entferntesten mit Sex zu tun hat. Weil Bedienungsanleitungen sind ein total trockenes Geschäft und da tippt man ja den ganzen Tag nur Worte in den Computer und hat überhaupt keine Zeit, auch nur einen Gedanken…
So das reicht jetzt aber: BRÜSTE!!!
In unserer kleinen Rubrik “Gammaquadrant” stellen wir manchmal Produkte vor, die wir nicht auf dem Tisch haben, für die wir aber vielleicht gerne mal eine Bedienungsanleitung schreiben würden.
Heute: Kush
Aufmerksam geworden bin ich darauf bei Malcolm, der es wiederum von bessr hat. Egal! Hier muss es auch noch hin.
Kush kann man hier kaufen.
Und nein ich meine nicht dieses Kush.
Es ist anscheinend ein kleines Kunststoff-Teil, das frau sich beim Schlafen auf der Seite zwischen die Brüste (ab Cup C!) stecken kann und schon ist die Welt wieder in Ordnung.
Aber seht selbst:
Naja, obs wirklich toll ist oder nicht, können kundige Damen hier gerne mal kommentieren.
Eins ist jedenfalls sicher: Schon Deutschlands damaliger Verteidigungsminister Peter Struck prägte in seiner Regierungserklärung vom 11. März 2004 den bedeutungsschwangeren und vielzitierten Satz:
Unsere Sicherheit wird nicht nur, aber auch am …ääähh… Kush verteidigt.
Es gibt in diesem Internet Seiten, auf denen man Wörter in andere Sprachen übersetzen kann. Google, Babelfish, leo….
Wir kennen die und amüsieren uns des öfteren über einige der Resultate. Aber wir nehmen nicht ALLE Resultate dieser
Seiten toternst. Anscheinend tun das aber unsere chinesischen Kollegen, denn dieser hier glaubt, dass Google alles besser
weiß – sogar besser als der französische Muttersprachler, der hier für uns übersetzt:
Ich bearbeite gerade ein Batterieladegerät. Dazu gibt es sogar schon eine deutsche Anleitung – naja so irgendwie zumindest.
Daran fällt mir Folgendes auf:
1. Das Schnell-Ladegerät hat sich zum Kauf entschieden – nicht der Kunde.
2. Darüber hinaus hat das gute Stück eine ansteckende Persönlichkeit: Es will nicht nur alle Erwartungen erfüllen, sondern vererbt auch den Akkus eine hohe Leistungsbereitschaft.
3. Irgendwas an dem Teil ist gesund – zumindest für Akkus -> extrem lange Lebensdauer.
Und ein Spezial-Leckerli ist auch noch dabei:
Ich interpretiere das so:
- Vorsicht vor Zombie-Babies!
- Keine Pillen einnehmen!
Bedienungsanleitungen müssen ja immer auch in die Verpackung des betreffenden Produktes passen.
Hier ist echte Kommunikation und Kooperation nötig!
Welche Größe ist denn für die Verpackung vorgesehen?
In welcher Größe können wir denn die Bedienungsanleitung planen?
Passt alles? Alles okay? Frau und Kindern gehts gut? Schönes Wetter? Blabla?
Aktueller Fall:
Wir haben eine kurze Schnellstartanleitung für ein Produkt verfasst, das in einen bestimmten Karton soll.
Der chinesische Lieferant sagt, die Anleitung (es ist nur ein A5-Blatt!) ist zu groß für den Karton – was sollen wir denn jetzt nur tun?
Wir sagen: Okay, kein Problem. Falte das Blatt einfach einmal in der Mitte und lege es dann mit dem Produkt in den Karton, das passt wunderbar.
Der Lieferant ist sich nicht sicher, ob er uns richtig verstanden hat und illustriert sein Vorhaben lieber mit Fotos.
Wir sollen bestätigen, ob es das ist, was wir wollen (Unschärfe von uns):
Rinting size also… Naja, eigentlich ist es ja 148 x 210, also A5. Aber da wollen wir mal nicht so sein. Die Lieferanten drucken und schneiden sich die Standard-Formate sowieso immer nach Jux und Dallerei zurecht. Wir sprechen hier schon manchmal von “Chinese A4” oder so…
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Nun legt er also das Papier neben den Karton und stellt fest, dass es größer ist. Hm… Spannend, ich halts fast nicht mehr aus!
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Aber wir haben ja gesagt, er soll einmal falten. Das macht er doch glatt.
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BRAVO! BRAVISSIMO!!!
APPLAUS!!!
Sie haben es tatsächlich!
Nicht dass jemand denkt, in den Büros dieser Welt würden täglich unzählige E-Mails mit Nebensächlichkeiten hin und her geschickt.
Es ist immer mal wieder schön. Wenn man glaubt, etwas ist wirklich sonnenklar, dann kommt immer jemand, der einen vom Gegenteil überzeugt.
Neuestes und schönstes Beispiel:
Wir lassen die Firmware eines Produktes ändern, so dass es besser zu unseren Kunden passt. Maßgeschneidert quasi. Einige Menüteile werden verschoben, andere gestrichen, bisschen was ergänzt und so weiter. Darüber hinaus wird die Sprache von uns schön gemacht. Die Firmware ist fast fertig und es brennt dem chinesischen Lieferanten unter den Fingernägeln. Der nächste Frachter geht demnächst, er möchte rechtzeitig fertig sein. Da muss es doch einen Weg geben, die ganze Sache schneller abzuwickeln Und tatsächlich: Die Anleitung könnte ja schon VOR der Firmware fertig werden . Und auch bevor wir wissen, wie die Firmware genau aussehen wird…Mal eben anfragen.
Also antworten wir auf die Email des Lieferanten: Die Anleitung wird erst dann fertig, wenn wir die Firmware haben. Seine Antwort:
Und JETZT endlich haben wir ein großes chinesisches Geheimnis geknackt, dass so vielen Menschen weltweit Kopfzerbrechen und schlaflose Nächte bereitet hat: Bedienungsanleitungen haben nichts, aber auch gar nichts mit den Produkten zu tun. Das sind zwei ganz unterschiedliche Dinge.
Ich bin mir nicht so sicher: Lachen oder heulen?
Das hier wäre eher was für den Kollegen von bullshit science. Aber da kommt ja seit Wochen nichts neues mehr. Also bringe ich es mal hier.
Im Supermarkt kann sich das jeder anschauen:
Auf einer Packung Babyfutter von milupa verraten sie ihr größtes Geheimnis: “Von Forschern entwickelt“.
Na das wollen wir mal stark hoffen und da können wir ja alle froh sein!
Bei den anderen Marken hat das dann wohl der Hausmeister irgendwie zusammengemixt?
Oder gehen die nur nicht mit Selbstverständlichkeiten hausieren?