Leute schreiben deutsche Bedienungsanleitungen und beschriften Verpackungen für tolle Produkte aus Asien.
Dabei gibt es von allerlei Merkwürdigkeiten zu berichten.
Mitmachen!!!
Habt Ihr etwas gefunden, was in unsere Thematik passt und hier veröffentlicht werden sollte?
Dann her damit: manualblog ät public-files.de
Wenn wir es auch toll finden, veröffentlichen wir es gerne.
Bei Verpackungen aus Asien lohnt sich meist ein genauerer Blick auf die dort aufgedruckten Texte, auch wenn sie in englischer Sprache sind.
Die Lieferanten versuchen oft krampfhaft, da irgendwelche Slogans oder Claims draufzuschreiben. Manchmal sind sie nichtssagend („tolles Produkt“, „kann in der Freizeit und im Büro benutzt werden“, „gut für alle blabla… “ u.s.w.) und oftmals schreiben die richtigen Quatsch drauf.
Hier haben wir einen kleinen Text auf der Verpackung eines Ultraschall-Reinigers:
Richtigrichtig schlechtes Englisch.
Aber „Hope we can make happy for every family“ ist dann schonwieder lustig.
Ich seh schon die Schlagzeilen: Ultraschallreiniger macht Familie glücklich!
Immer wieder dasselbe, auch an den wichtigsten Stellen wird einfach nicht Korrektur gelesen. Irgendwie schade, wenn sonst eigentlich alles in Ordnung ist.
Wir werden gleich erstmal einen Riesenstapel fürs Team bestellen.
Oder wir investieren unser üppiges Gehalt und schicken die Teile als Weihnachtsgeschenke an alle Kunden.
Aber ob das irgendwas ändert?
Ein Lieferant schickt Material zu einem Bewässerungsset, mit dem man die einzelnen Blumenpötte auf dem Balkon schön wässern kann. Mit dabei: Ein Anwendungsbeispiel:
Sieht aus, als hätte die Tochter des Firmeninhabers, süße 8 oder 9 Jahre alt, den Buntstift geschwungen. Der Rest ist super-professionell und unauffällig.
Auch sehr schön ist die Webseite des Lieferanten. Auf der oben groß „****Flow“ steht. Die aber die Adresse „www.****fram.cn“ hat. Und da die hauptsächlich Gartenzubehör vertickern, könnte ich wetten, dass eigentlich „www.****farm.cn“ gemeint war. Kleiner Tippfehler.
Auch sonst scheinen die Angestellten dieser Firma hochprofessionell und gut gelaunt an innovativen Produkten zu arbeiten:
So unter anderem zwei kopulierende Frösche. Dem oberen spritzt dabei lustig Wasser aus dem Kopf.
Oder auch dieses schöne Produkt hier. Da hat wahrscheinlich jemand an seinen Chef gedacht
Wo das Wasser hier rauskommt ist eigentlich klar, oder?
Verfasst von Scheff am Dienstag, 18. November 2008
Die Überschrift ist aus dem deutschen Text „Wie man sich einen Babelfish angelt“, der zuerst ins Englische übersetzt wurde („As one fishes a Babelfish“), wieder ins Deutsche zurückübersetzt.
Um nochmal kurz auf die Übersetzungsproblematik von gestern einzugehen:
Nehmen wir einmal an, ich möchte mich mit dem Problem der schlechten Übersetzung an den Lieferanten wenden.
Also schreibe ich ihm zuerst einen schönen Text auf deutsch und benutze dafür ein gängiges Übersetzungsportal aus dem Internet:
Lieber chinesischer Lieferant,
was Du hier übersetzt hast war echt blöd.
Aber wo fange ich an?
Zum Beispiel wird „key“ nicht mit „Schlüssel“, sondern mit „Taste übersetzt. Und was ganz wichtig ist: „Basement“ bei der Antenne ist hier nicht „Keller“ sondern „Fuß“.
Aber wir verstehen nur nicht, wie EGAL Dir das ist, gell?
Da die Übersetzungsmaschine nicht Deutsch –> Chinesisch anbietet, muss es über Umwege gehen. Wir übersetzen den deutschen Text also zuerst ins Englische, dann ins Chinesische. Und damit wir was zu lachen haben und sehen, was am Ende rauskommt, wird dieser chinesische Text wieder ins Englische zurückübersetzt und dann wieder ins Deutsche.
Und das hier kommt dabei raus:
Sehr schön!
Aus „zum Beispiel“ wurde automatisch „Z.B.“
Und „gell“ schafft der Computer nicht.
Das ist natürlich völliger Quatsch. Aber verblüffend, wie ähnlich die Textstruktur mit der der Texte ist, die wir manchmal aus Asien bekommen.
Und ein schöner Spaß zum selber ausprobieren ist es allemal.
Deutsch –> Englisch und wieder zurück reicht meistens schon aus.
Und nun könnt Ihr selber kreativ werden und zum Beispiel Einladungskarten oder vielleicht Eure Kündigung in diesem Kauderwelsch verfassen.
Und wer so einen Kauderwelsch-Kommentar abgibt, bekommt eine ebensolche Antwort zurück!
Und wer nicht, der auch!
Wenn, sagenwirmal, ein chinesischer Lieferant eine Bedienungsanleitung in schlechtem Englisch hat und die dann durch den Übersetzungscomputer jagt, um seinem deutschen Kunden gleich noch ne Bedienungsanleitung in sauschlechtem Deutsch anzubieten, wird aus „Quick Guide“ gleich mal „Schneller Führer“.
Und der ganze Rest kann ja nur noch schlechter werden, wie man sieht.
Besonders schön: Die Antenne mit magnetischem Keller.
Morgen probieren wir mal aus, wie sowas entstehen kann.
Verfasst von Scheff am Donnerstag, 13. November 2008
Schönen Guten Tag,
ich möchte Euch mal wieder ein altes, aber auch immer wieder lustiges Lied vortragen:
Es handelt von einem chinesischen Lieferanten, der so *freundlich* war, für eine Webcam, die er anbietet, gleich eine deutsche Bedienungsanleitung mitzuliefern. Der Handbuchredakteur, der das gerade noch so rechtzeitig mitbekam, wusste zuerst nicht so recht, ob er lachen oder weinen sollte…
Aber höret in loser Folge selbst die wichtigsten Teile des Dramas:
Hm…
Ich glaub ich lach lieber!
Ist ja nochmal gut gegangen.
Ich habe gerade eine Kartenlesegerät in der Mangel. So eines, das der Arzt benutzt, um die Patientendaten einzulesen. So weit so langweilig. Allerdings ist die Verpackung der Hammer
Darauf abgebildet ist nämlich eine Mastercard der „Bankof Taiwan“:
Wunderbar besonders die bedröppelten Blicke der drei Süßen. Das erinnert mich stark an diese Webseite.
Leider konnte ich nicht herausfinden, ob die Mastercards dieser Bank TATSÄCHLICH so aussehen.
Zuzutrauen wär es der Bank allerdings, denn auf deren Homepage prangt – Bankenkrise hin oder her – ein sehr schönes Bild:
Würde keine Bank hier machen – viel zu unseriös. Aber sehr typisch für die Chinesen!
Das Leben eines Goldfisches scheint ziemlich eintönig zu sein und die Fischlein selbst auch eher gelangweilt. Aber das muss nicht so sein. Auch das Leben eines Goldfisches kann voller Spiel, Spaß und Spannung sein – nur eben ohne Schokolade Der FISCHTRAINER machts möglich:
Genau wie Lassie und Co. können Goldie und seine Freunde nämlich auch jede Menge Tricks lernen: Tore schießen, Slalom schwimmen, kleine Ringe an bestimmte Plätze bringen und sogar durch enge Röhren schwimmen.
Und damit auch wirklich jeder sieht, wie das geht, gibt es sogar ein kleines Video dazu:
Ich finds einfach toll! Ich würde freiwillig Stunden damit verbringen, einem Fisch das alles beizubringen…und dann schließlich eine Anleitung zu schreiben. TRAUMHAFT
Der Laden, der sich für den größten und billigsten und den Bestenpreisderstadt habenden Elektronikmarkt hält, hatte am Wochenende einen Wäschetrockner im Programm, bei dem man die Star-Zeit vorwählen kann.
Witziger finde ich dabei fast noch, dass hier groß mit der Energieeffizienzklasse B geworben wird.
„Hallo Leute! Hört mal her! Bei uns könnt Ihr das Zweitbeste kaufen!“
Das erinnert doch an diesen Werbespot für den Finanzdienstleister DWS „Bringen Sie mir das zweitbeste Steak…“.
Aber okay, Schreibfehler in Werbeanzeigen passieren öfter mal. Und es gibt sogar noch viel lustigere:
Wie zum Beispiel das von absolutperplex dokumentierte „Flachwichser-Set“ bei Aldi.
Oder die von abstellkammer gezeigten Scheiß- und Wasserresistenten Kopfhörer.
Eine Lieferantin schreibt an uns und will neue Produkte verkaufen.
Schön dabei die Anrede: „Dear Sirs or Madam“
Das bedeutet: Entweder mehrere Männer machen den Job oder eine Frau. Sehr sympathisch…