An diesem schönen verlängerten Wochenende hatte ich Gelegenheit, etwas über Sicherheits- und Warnhinweise nachzudenken. Aus aktuellem Anlass.
Wir selbst gehen recht spärlich mit Warnhinweisen um. Wenn man die nämlich zu oft verwendet, dann verlieren sie irgendwann ihre Signalwirkung.
Außerdem – WICHTIG – wollen wir unsere Kunden ja auch nicht verschrecken.
Beispielsweise:
Produkt explodiert, wenn man es zu lange auflädt -> Warnhinweis.
Produkt möchte aufgeladen werden -> normaler Hinweis.
Allgemeines Zeugs -> in die Sicherheitshinweise.
Der aktuelle Anlass: Ich fahre mit meinem Göttergatten in einer A-Klasse über die Autobahn (nicht unser Auto). Wir fahren also in einem doitschen
Qualtitätsprodukt gutgelaunt eine doitsche Qualitätsstraße entlang. Plötzlich beginnt das Qualitätsprodukt zu blinken und fiese, alarmierende Geräusche zu machen – äääk-äääk-äääk. Es hört sich böse an. Der Motor explodiert gleich – mindestens.
Auf einem Display blinkt „HI“ und es quäkt weiter. Haben wir irgendwo Hochspannung im Auto? Wir fahren auf den Standstreifen. Der Göttergatte befiehlt mir, dieses gefährliche Gefährt zu verlassen. Ich verlasse und lese außerhalb die Bedienungsanleitung des edlen Qualitätsproduktes. Inzwischen hat das Quäken aufgehört, es blinkt aber weiter.
Fünf Minuten und einen Rechtschreibfehler später fahren wir weiter. Das edle Qualitätsprodukt wollte uns nur freundlich darauf hinweisen, dass es demnächst zur Hauptinspektion möchte
. HI = Hauptinspektion, da hätten wir ja selbst drauf kommen können….
Dumm gelöst, sehr dumm. Wenn nicht sogar gefährlich. Wenn ich älter gewesen wäre, hätte ich mich mehr erschreckt. Der Göttergatte ist drei Jahre älter und hat sich doppelt so sehr erschreckt wie ich. Ein 60-Jähriger hätte also mindestens einen Herzinfarkt bekommen.
Wenigstens passt der Werbespruch: Zwischen Verführung und Verstand. Etwas weiter vom Verstand entfernt…
PS: Die Anleitung besteht aus mehreren Heftchen (gut), die beim Lesen aus dem Ordner fallen (schlecht).