Archiv für August 2009
Verfasst von Nr. 2 am Montag, 31. August 2009
Neben Anleitungen schreiben wir ab und zu auch kleinere Werbetexte, die dann auf die Verpackung gedruckt werden.
Das ist nicht unbedingt unser Kerngebiet, aber wenn es schnell gehen muss, ist das praktisch, weil wir alle Features eines Produktes schon kennen.
Spaß macht das nicht wirklich, leider kann man sich die Produkte ja nicht aussuchen und ganz ganz selten erwischt man eines, das man auch wirklich toll findet.
Hut ab vor allen hauptberuflichen Werbetextern, wirklich.
Jetzt gibt es allerdings ein Produkt, für das ich seeehr gerne sowohl eine Anleitung als auch den zugehörigen Verpackungstext machen würde. Ich habe es in einer Werbe-Spammail eines Lieferanten entdeckt.
Das gute Stück erinnert mich an den „Humping Dog“, den es vor einiger Zeit mal gab.

Bildquelle
Allerdings hat mein neues Lieblingsprodukt deutlich mehr Stil und sogar eine nachvollziehbare Funktion:

Was man da alles für schöne Wortspiele machen könnte…ein Traum. Der Hersteller ist wohl nicht ganz so überzeugt von seiner eigenen Schöpfung, er nennt diese Lampe schlicht „Automatic Night Light 2 LED“.
Leider werden wir es wohl nicht kaufen. Schade drum, aber wer einfach bei Designern klaut und dabei nichtmal von seinem Klau begeistert ist, hat es auch nicht anders verdient.
Hier sind die hoffentlich echten Erfinder: playcoalition
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Verfasst von Nr. 2 am Freitag, 28. August 2009
Aus Zeitmangel heute nur ein Link, nächste Woche dann mehr:
China räumt auf
Quelle: Spiegel
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Verfasst von Nr. 2 am Mittwoch, 26. August 2009
Die USA sind der drittgrößte Staat der Erde und liegen damit relativ knapp vor dem viertgrößten Staat China. Größe verbindet.
Außerdem gibt es da noch diese weit verbreitete Ansicht der Amerikaner, Europa sei mehr oder weniger ein Land. Immer wieder schön daran zu erkennen, dass Amerikaner gerne nach der Hauptstadt Europas fragen.
*Schwenk zu China*
Vorurteile verbinden auch. Auch die Chinesen denken häufig, Europa sei ein Land. Sie fragen zwar nicht nach der Hauptstadt (scheint uninteressant zu sein, die größte Börse ist wohl wichtiger
), aber sie sind regelmäßig überrascht, wenn eine Anleitung, eine Firmware oder eine Verpackungsaufschrift mehrsprachig ist. Auch die kleinen Fahnen, die häufig als Hinweis auf die Sprache aufkommen, verwirren unsere Lieferanten oft. Da istes eigentlich kein Wunder, wenn die Sprachen am Ende total durcheinander sind.
So wie in diesem schönen Beispiel:

Das meiste ist ja Englisch. Die Schrauben scheinen Französisch gedacht zu sein…stimmt aber leider nicht so ganz, „vis“ wäre schöner und richtiger gewesen. Teil C scheint Holländisch/Niederländisch zu sein, taucht in dieversen Online-Lexika allerdings nur als „Leuchtbarke“ oder „Bollwerk“ auf. Leider habe ich hier keinen Muttersprachler. Naja, scheint wohl auch kein 100%-Treffer gewesen zu sein
-> FAIL.
Und dabei hatten wir nichtmal ein Muster hier
-> EPIC FAIL.
Mal sehen, wie das Ding aussieht, wenn es erstmal in echt und real und so vor uns steht.
Der Lieferant meinte übrigens, dass sich bisher niemand über seine Anleitung beschwert hätte. Er sei tief getroffen…
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Verfasst von Nr. 2 am Montag, 24. August 2009
Chinesen – seufz. Das mit der Völkerverständigung braucht wohl noch ne Weile, bis es so richtig klappt, die Charaktere sind einfach zu unterschiedlich.
Da fragt man (völlig arglos) nach einem Feature, weil mans für die technsichen Daten gerne etwas genauer hätte (so sind halt die Deutschen), und schon sitzt man in der Völkerverständigungsfalle.
Ich hätte gerne ein Wörterbuch a la „Deutsch – Chinesisch mit Untertiteln und Unter-Untertiteln“.
Etwa so:
Deutsch: Bitte genaue Angaben, am besten mit Kommastellen 
Chinesisch: Sag dem Kunden, was er hören will, damit er glücklich ist
Wann ich das brauchen könnte? IMMER!
Beispielsweise, wenn ich nachfrage, welche Notebooks denn zu einem Adapter passen:

Alle. Klar. IBM ist ja eine sehr kleine Firma und macht erst seit kurzem in Notebooks. Sind ja nicht so viele. Stark unterschiedlich sind die auch nicht
Oder beispielsweise, wenn in der Anleitung zu einem passiven USB-Hub – also einem Hub ohne eigene Stromversorgung – folgendes steht:

127? 127!! Nicht dass wir uns falsch verstehen, eigentlich finde ich das toll, nur liefert ein normaler USB-Anschluss maximal 500 mA
PS:
Ein Trost bleibt noch: es scheint auch hier in good-old-Europe ein paar Spaßvögel zu geben, die sich durchaus mit unseren chinesischen Geschäftspartnern verstehen müssten. Anders kann ich mir das hier nicht erklären:

Quelle: www.wie-sagt-man-noch.de
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Verfasst von Scheff am Donnerstag, 20. August 2009
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Verfasst von Scheff am Freitag, 14. August 2009
Ein chinesischer Lieferant schickte uns mal wieder ein paar Produktempfehlungen, die total toll und innovativund neu und Spaß machend und super sind.
Aber schauen wir sie uns doch mal an:
Wasser-Boot-Schuhe

Aha, das sind also so kleine Boote, die man aufblasen kann und in die man dann, wie in Schuhe, hineinschlüpfen kann.
Und dann soll man wie Jesus übers Wasser laufen:

Sicher witzig, wenn es funktioniert und man kann damit total die Chicks in den Ausflugsbooten beeindrucken:

Und wenn die Luft mal wieder total versmogt ist, kann man damit sogar lustige Spiele machen und angeln.



Aber egal. Kommen wir zum zweiten Superknüller:
.
Hals-Schwimmring
Mit diesem Teil soll man schwimmen lernen können oder seine Schwimmfähigkeiten verbessern. Man kann es auch einfach mal beim Schwimmen tragen und wenn man zwischendurch Lust auf Reläxen hat, hält man einfach an und lässt sich treiben. Klasse Erfindung, oder?
Nur leider sieht es ein bisschen … äh… bescheuert aus:


Oder ist diese Hals-Schwimmhilfe toll und nur das männliche Model da sieht bescheuert aus?
Hach ich kann mich nicht entscheiden…
.
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Verfasst von Scheff am Mittwoch, 12. August 2009
Kameras, mit denen man Haus und Hof und sich selber und andere überwachen kann, sind ein Dauerbrenner. Die Menschen wollen sich sicher fühlen und alles im Blick haben.
Klar, dass die Anbieter auf dieses Bedürfnis reagieren und solche Überwachungskameras in großer Vielfalt auf den Markt werfen.
Bei den Bedienungsanleitungen finde ich irgendwie witzig, dass da manchmal auch noch ein paar Tipps für Anwendungsbereiche gegeben werden.
So bot ein chinesischer Lieferant eine Kamera an und hatte in der Original-Bedienungsanleitung unter anderem diese Anwendungsbereicht empfohlen:

Also Parkhäuser – okay. Aber wo steht bei dieser Aufnahme die Kamera? Mitten auf der Straße?
Und beim zweiten Bild genauso. Hauseingang – klar. Und wo steht hier die Kamera? Direkt auf dem Fußgängerweg?
In beiden Fällen ist es doch viel einfacher, die Kamera zu klauen, als das was sie vielleicht überwachen soll.
In einer anderen Bedienungsanleitung wurden Anwendungsbereiche sogar in dieser Sprache empfohlen, die sie für Deutsch halten:

Das Alltagsleben der jugendlichen Leute sollte man auf jeden Fall überwachen!
Die „Kinderbetreurung“ auch.
Und ein Video, auf dem Polizisten Leute verprügeln kann auch nicht schaden.
Das „fernbediente Auto/Flug“ unten rechts ist wohl ein bissel groß geraten? Oder handelt es sich hier um eine neue Ausgabe von K.I.T.T.?
Das Beste finde ich aber unten links: „Jagdveranstaltungen“. Wer überwacht da wen?
Der Berglöwe, der den Kletterer jagt und sich nun in einer Felsspalte versteckt hat, um ihn gleich und direkt von unten so richtig ranzunehmen zu fressen?
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Verfasst von Scheff am Donnerstag, 6. August 2009

So genannte Glückslaternen oder Himmelslaternen aus China waren vor einem Jahr mal total der Hit. Kein Wunder: Himmelslaternen sehen ja auch schick aus, wenn sie da so am Nachthimmel rumfliegen. Das ist immer ein toller Spaß auf Partys.
Inzwischen sind die Dinger immer mehr in die Kritik geraten, weil durch sie eben doch schon der eine oder andere Brand ausgelöst wurde. Und vor ein paar Wochen ist in einem Brand, der wahrscheinlich durch Himmelslaternen ausgelöst wurde, ein 10-jähriges Kind ums Leben gekommen. Die Innenministerien einiger Bundesländer reagieren und verbieten die Himmelslaternen.
Himmelslaternen sind also inzwischen heiße Ware und als Händler macht man sich wahrscheinlich nicht nur Freunde, wenn man die ins Programm nimmt.
Und genau das ist der richtige Zeitpunkt für Himmelslaternen-Spam aus China!
Die Firma Shun-Yu Lantern bietet solche Himmelslaternen an und hat ihren Internetauftritt sogar auf …ähm… deutsch:

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Das beste aber ist deren Slogan:

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Verfasst von Scheff am Dienstag, 4. August 2009
Im Verlag Langenscheidt ist ein neues Buch aus der Reihe „Übelsetzungen“ erschienen: Dankstelle.

In diesen Büchern findet man immer schön gebabelfishte Hinweisschilder, Speisekarten und anderes Zeug, das Leute in ihrem Urlaub gefunden haben.
Hier ein paar Beispiele (Quelle: Langenscheidt):





Mein Favorit aber:

Das werden wir jetzt auch in unsere Bedienungsanleitungen schreiben.
Nicht mehr: „Vorsicht Verletzungsgefahr…“
Sondern jetzt: „Aufpassen, das Produkt war teuer!“
Liebe Leserinnen und Leser: Wenn Ihr jetzt in Eurem Urlaub (oder vielleicht sogar zu Hause) auch solche „Übelsetzungen“ findet, fotografiert sie bitte und schickt sie an
manualblog ät public-files.de
Wir werden sie dann gerne hier veröffentlichen.
P.S.: Wir finden es übrigens grundsätzlich schön, dass die Leute im Ausland versuchen, die Touristen in deutscher Sprache anzureden. Über komische Übersetzungen lachen muss aber erlaubt sein.
Veröffentlicht in frohbü-roh | Verschlagwortet mit : Übelsetzungen, Übersetzungen, babelfish, Buch, Dankstelle, Langenscheidt, Urlaub | 2 Kommentare »