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Handbuch-Redakteure bloggen ihr täglich Brot

Archiv für die Kategorie ‘eine andere Kultur’

Asien und Europa sind manchmal so verschieden…

What a wonderful world

Verfasst von Nr. 2 am Dienstag, 8. September 2009

Chinesen sind kreativ. Nicht unbedingt, indem sie massenhaft kreative Patente anmelden, sondern eher, indem sie massenhaft kreative Firmennamen für ihre Betriebe erfinden.
Im Laufe der Zeit (und ganz viel Spam) haben sich da einige gesammelt und daher möchte ich heute mal meine persönliche Top 5 loswerden:

1. Yancheng Glassman Arts & Crafts
Der Glasmann macht Uhren und Thermometer. Ich könnte mir denken, dass das eine wörtliche Übersetzung des Berufes ist.

2. Shenzhen Megatech Solutions
Die machen eigentlich alles. Kein Wunder, die Transformers waren auch ganz schöne Allrounder. Leider ist Megatron der Böse….

3. Loveit Latex Science and Technology
Nein, die machen kein Latex. Die machen Unterhaltungselektronik ;) Vielleicht hat der Firmengründer eine gewisse Vorliebe, aber da kann man nur spekulieren.

4. Shenzhen Power-Time Technology
Starker Name und sehr martialischer Auftritt. Dahinter verbergen sich – ganz zahme Batterieladegeräte :lol:

5. The wonderful Enterprise
Keine Idee für einen Namen? Aber irgendwas wundervolles soll es doch werden? Tataaa!

Ich stelle gerade fest, dass wir leider mit keiner dieser Firmen zusammenarbeiten. Nur Werbespam gekriegt. Schade, schade, schade…
Allerdings: Was fantasievolle Firmennamen und schräge Internetauftritte angeht, lohnt sich auch immer wieder die Seite alibaba.com. Da findet man alles und jeden :)

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Genauigkeit – FAIL!

Verfasst von Nr. 2 am Montag, 24. August 2009

Chinesen – seufz. Das mit der Völkerverständigung braucht wohl noch ne Weile, bis es so richtig klappt, die Charaktere sind einfach zu unterschiedlich.
Da fragt man (völlig arglos) nach einem Feature, weil mans für die technsichen Daten gerne etwas genauer hätte (so sind halt die Deutschen), und schon sitzt man in der Völkerverständigungsfalle.
Ich hätte gerne ein Wörterbuch a la „Deutsch – Chinesisch mit Untertiteln und Unter-Untertiteln“.
Etwa so:

Deutsch: Bitte genaue Angaben, am besten mit Kommastellen ;)
Chinesisch: Sag dem Kunden, was er hören will, damit er glücklich ist

Wann ich das brauchen könnte? IMMER!

Beispielsweise, wenn ich nachfrage, welche Notebooks denn zu einem Adapter passen:

allealle
Alle. Klar. IBM ist ja eine sehr kleine Firma und macht erst seit kurzem in Notebooks. Sind ja nicht so viele. Stark unterschiedlich sind die auch nicht :x

Oder beispielsweise, wenn in der Anleitung zu einem passiven USB-Hub – also einem Hub ohne eigene Stromversorgung – folgendes steht:
127geraete
127? 127!! Nicht dass wir uns falsch verstehen, eigentlich finde ich das toll, nur liefert ein normaler USB-Anschluss maximal 500 mA :roll:

PS:

Ein Trost bleibt noch: es scheint auch hier in good-old-Europe ein paar Spaßvögel zu geben, die sich durchaus mit unseren chinesischen Geschäftspartnern verstehen müssten. Anders kann ich mir das hier nicht erklären:

charakter

Quelle: www.wie-sagt-man-noch.de

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„Unlauterer Wettbewerb“ oder „Werbung auf Chinesisch“

Verfasst von Nr. 2 am Freitag, 17. Juli 2009

Hier in der vielgescholtenen und vielgelobten EU gibt es die Richlinie 97/55/EG. Diese Richlinie wird in Deutschland durch das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb umgesetzt. In diesem Gesetz stehen dann so schöne Dinge wie:

„Unlautere geschäftliche Handlungen sind unzulässig, wenn sie geeignet sind, die Interessen von Mitbewerbern, Verbrauchern oder sonstigen Marktteilnehmern spürbar zu beeinträchtigen.“

Weiter geht es dann unter anderem so:

„Unlauter handelt insbesondere, wer…geschäftliche Handlungen vornimmt, die geeignet sind, geistige oder körperliche Gebrechen, das Alter, die geschäftliche Unerfahrenheit, die Leichtgläubigkeit, die Angst oder die Zwangslage von Verbrauchern auszunutzen;“…

Besonders die Sache mit der Leichtgläubigkeit ist heikel, da ja eigentlich der ganze Sinn und Zweck von Werbung dazu dient, den Verbraucher etwas glauben zu lassen,w as nicht so unbedingt der Realität entsprechen muss. Klar, die meisten von uns wissen einfach, dass Käptn I. uns nicht zu spannenden Abenteuern entführt, sobald wir in ein Fischstäbchen beissen. Die meisten von uns wissen auch, dass der Flirterfolg bei französischen Frauen nicht unbedingt von der Biermarke abhängt.
Es wird schon etwas kniffliger, wenn es beispielsweise um Lebensmittel geht. Das zeigt beispielsweise Foodwatch, die sich regelmäßig mit großen Konzernen anlegen. Gegen die Produkte selbst haben die Herren und Damen eher weniger, sie kritisieren hauptsächlich die Werbung.

Ende der langen Vorrede ;)

Wir fallen ganz ganz grob auch in dieses Raster, da wir in Bedienungsanleitungen auch mit dem lieben Kunden kommunizieren. Zwar erst nach dem Kauf, aber immerhin. Und daher müssen auch wir aufpassen, dass wir nur versprechen, was das Produkt auch halten kann.
In China scheint das etwas anders zu sein. Mein neuestes Lieblingsbeispiel: ein Raumbefeuchter. Dieses nette Gerät macht die Raumluft feuchter und daher auch unter Umständen für den einen oder anderen gesünder. Es sei denn, es ist Winter, die Bude ist kalt und man leidet unter Rheuma….

Mit folgendem Claim könnte man ja noch halbwegs leben:

pleasurable furnishings

Auch wenn ich nicht so ganz sehe, wie die Raumluft die Möbel besser macht. Egal. Das nächste wird schon besser:

Schaedliche Bakterien

Hier werden schön alle bösen Sachen gezeigt, die sich so in der Raumluft befinden können. Also SARS beispielsweise. Unten wird auch schon die Vogelgrippe aufgeführt. Immerhin kann man daran sehen, dass das Produkt schon bissel älter ist. Schweinepest ist noch nicht drauf ;)
Aber der Hammer kommt noch. Immerhin haben die Ersteller dieser Unsäglichkeit sich so schön viel Mühe gegeben, uns erst das tolle Produkt vorzustellen und dann unsere schlimme, schlimme Umgebung, die selbst hilflose (!), schlafende (!) Frauen (!) und Säuglinge (!!) niedermachen will.
Jetzt kommt die Lösung. Wissenschaftlich aufpoliert zeigt eine tolle Grafik, wie ein simpler 9,95-Luftbefeuchter uns das Leben retten kann:

sterilisation

Der tolle Lufterfrischer sterilisiert die Luft und tötet fiese Bakterien und Viren ab, indem er in deren DNA eindringt 8O . Da wird mir ehrlich gesagt ganz anders, wenn ich das sehe. UND ich möchte Rechtsanwalt sein. Jetzt und sofort. Wenn das erste Unternehmen dumm genug ist, mit sowas wirklich zu werben, bin ich dann reich 8)

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Extra-chinesische Kontakte

Verfasst von Nr. 2 am Montag, 6. Juli 2009

In letzter Zeit bekommen wir immer wieder sowas:

kontaktaufnahme_chinesisch

Das könnte eine Chat-Aufforderung von einem Lieferanten sein. Immerhin ist da unsere korrekte E-Mail-Adresse drin.
Das könnten aber auch Lara/Tina/Olga vom Planeten „Besorgs mir hier und gleich“ sein.

Fazit: Keine Ahnung.
Leider vergessen unsere Lieferanten ab und zu durchaus, dass wir hier nicht alle Chinesisch sprechen,
lesen und schreiben können.
Das sieht dann entweder so aus:

chinesisch-fail1

Oder auch so:

chinesisch-fail2-1chinesisch-fail2-2

Ich schätze, da haben sie etwas mit den Amerikanern gemeinsam: Die meinen auch, dass sie überall auf der Welt verstanden werden.
Sind ja auch innerhin zwei verdammt große Länder…

Kann irgendjemand Chinesisch?

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Autofahren in China – kleine Linksammlung

Verfasst von Nr. 2 am Donnerstag, 2. Juli 2009

In China ist alles anders, weil es auf der anderen Seite der Welt ist.

So oder so ähnlich. Zumindest stoße ich ab und zu auf Produkte, die mir dann doch sehr deutlich vor Augen führen, dass in China eine sehr andere Mentalität herrscht. Beispielsweise dieses Prachtstück hier:

lenkradtischchen

Diesen kleinen und praktischen Tisch hängt man an das Lenkrad und kann dann während der Fahrt oder zumindest im Stau Emails abrufen oder surfen. Oder so. Der chinesische Lieferant war selbst ganz begeistert und meinte, er benutze das Ding auch selber sehr gern – naja, wers glaubt.

Zumindest ist das interessant und ich dachte mir „Suchen wir doch mal in diesem Internet über Autofahren in China“. :)
Und da gibt es jede Menge schöne Dinge.

Beispielsweise den Artikel über die Verkehrstoten in China bei Welt-online. Aber wenn die alle solche Tischchen benutzen, wundert mich dann auch nichts mehr 8) .

Und dann gibt es da noch dieses Häschen:

auto mit 5 rädern

Quelle

Dieses chinesische Super-Auto verfügt nicht nur „4 Power Windows“ und „Power Mirrors“, sondern auch über 5 8O Alu-Räder. 5! Ich weiß schon, dass die das Ersatzrad meinen, aber es klingt einfach zu göttlich. :lol:

Sehr schön auch die Fotostrecke zurAuto-China bei Spiegel-online. Die beweist mal wieder wunderschön, dass das wichtigste am chinesischen Produkt die Vermarktung mit hübschem Girl zu sein scheint.

Zu Allerletzt dann doch noch die große Überraschung:

china-auto-offen

Quelle

Vermutlich werfen die befragten Leute ganz Asien in einen Topf, also China zusammen mit Japan….Epic Fail!

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Ganz ganz fertig. Ehrlich.

Verfasst von Nr. 2 am Dienstag, 30. Juni 2009

Ab und zu kaufen die hehren Herren aus der Einkaufsabteilung begeistert Produkte ein, die sich noch in der Entwicklungsphase befinden. Ist ok so, schließlich sollte man gute Ideen ja unterstützen und außerdem könnte man so der Konkurenz eine Nasenlänge voraus sein.
Wenn dann allerdings der Liefertermin immer näher rückt und es langsam absehbar wird, dass das Produkt sich leider immernoch in der Entwicklungsphase befindet, dann sollte man das verschieben oder das ganze Projekt abbrechen. Passiert leider nicht immer.

Achso, woran unsereins merkt, dass die Sache immernoch in der Entwicklung ist? Ganz einfach, die Bedienungsanleitung sieht ungefähr so aus:

Ganz-fertige_Anleitung

Und das ist wohlgemerkt die endgültige Fassung – sagt wenigstens der Lieferant ;)

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French-Fail

Verfasst von Nr. 2 am Donnerstag, 25. Juni 2009

Es gibt in diesem Internet Seiten, auf denen man Wörter in andere Sprachen übersetzen kann. Google, Babelfish, leo….
Wir kennen die und amüsieren uns des öfteren über einige der Resultate. Aber wir nehmen nicht ALLE Resultate dieser
Seiten toternst. Anscheinend tun das aber unsere chinesischen Kollegen, denn dieser hier glaubt, dass Google alles besser
weiß – sogar besser als der französische Muttersprachler, der hier für uns übersetzt:
french-fail2

Dabei hätte er nur einen Accent machen müssen….

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Origami für Handbücher

Verfasst von Scheff am Dienstag, 16. Juni 2009

Bedienungsanleitungen müssen ja immer auch in die Verpackung des betreffenden Produktes passen.

Hier ist echte Kommunikation und Kooperation nötig!  ;)
Welche Größe ist denn für die Verpackung vorgesehen?
In welcher Größe können wir denn die Bedienungsanleitung planen?
Passt alles? Alles okay? Frau und Kindern gehts gut? Schönes Wetter? Blabla?

Aktueller Fall:
Wir haben eine kurze Schnellstartanleitung für ein Produkt verfasst, das in einen bestimmten Karton soll.
Der chinesische Lieferant sagt, die Anleitung (es ist nur ein A5-Blatt!) ist zu groß für den Karton – was sollen wir denn jetzt nur tun?
Wir sagen: Okay, kein Problem. Falte das Blatt einfach einmal in der Mitte und lege es dann mit dem Produkt in den Karton, das passt wunderbar.
Der Lieferant ist sich nicht sicher, ob er uns richtig verstanden hat und illustriert sein Vorhaben lieber mit Fotos.
Wir sollen bestätigen, ob es das ist, was wir wollen (Unschärfe von uns):

QIG folding instruction1

Rinting size also… Naja, eigentlich ist es ja 148 x 210, also A5. Aber da wollen wir mal nicht so sein. Die Lieferanten drucken und schneiden sich die Standard-Formate sowieso immer nach Jux und Dallerei zurecht. Wir sprechen hier schon manchmal von „Chinese A4“ oder so… :mrgreen:

-

QIG folding instruction2

Nun legt er also das Papier neben den Karton und stellt fest, dass es größer ist. Hm… Spannend, ich halts fast nicht mehr aus!  :roll:

-

QIG folding instruction3

Aber wir haben ja gesagt, er soll einmal falten. Das macht er doch glatt.

-

QIG folding instruction4

BRAVO! BRAVISSIMO!!!
APPLAUS!!!

Sie haben es tatsächlich! :lol:

Nicht dass jemand denkt, in den Büros dieser Welt würden täglich unzählige E-Mails mit Nebensächlichkeiten hin und her geschickt.  8)

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Die Unbelehrbaren

Verfasst von Nr. 2 am Freitag, 12. Juni 2009

Es ist immer mal wieder schön. Wenn man glaubt, etwas ist wirklich sonnenklar, dann kommt immer jemand, der einen vom Gegenteil überzeugt.

Neuestes und schönstes Beispiel:
Wir lassen die Firmware eines Produktes ändern, so dass es besser zu unseren Kunden passt. Maßgeschneidert quasi. Einige Menüteile werden verschoben, andere gestrichen, bisschen was ergänzt und so weiter. Darüber hinaus wird die Sprache von uns schön gemacht. Die Firmware ist fast fertig und es brennt dem chinesischen Lieferanten unter den Fingernägeln. Der nächste Frachter geht demnächst, er möchte rechtzeitig fertig sein. Da muss es doch einen Weg geben, die ganze Sache schneller abzuwickeln :?: Und tatsächlich: Die Anleitung könnte ja schon VOR der Firmware fertig werden :idea: . Und auch bevor wir wissen, wie die Firmware genau aussehen wird…Mal eben anfragen.
Also antworten wir auf die Email des Lieferanten: Die Anleitung wird erst dann fertig, wenn wir die Firmware haben. Seine Antwort:

theo-schätzchen

Und JETZT endlich haben wir ein großes chinesisches Geheimnis geknackt, dass so vielen Menschen weltweit Kopfzerbrechen und schlaflose Nächte bereitet hat: Bedienungsanleitungen haben nichts, aber auch gar nichts mit den Produkten zu tun. Das sind zwei ganz  unterschiedliche Dinge.
Ich bin mir nicht so sicher: Lachen oder heulen?

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TongTong

Verfasst von Scheff am Dienstag, 17. März 2009

Das hier ist von einem Kollegen.

Ein chinesischer Lieferant hatte seiner Firma ein Navigationsgerät angeboten, das einen bekannt vorkommenden Markennamen trug. :roll:

tongtong

Aber das ist ja nicht das erste mal;)

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Song Eriesson der Zweite

Verfasst von Nr. 2 am Dienstag, 10. Februar 2009

So, JETZT hab ich endlich auch das Bild, das auf der Bedienungsanleitung des Handys prangt.  :-)
Man beachte besonders das formschöne Logo und das Design des Handys:

song-erisson2

Und dann mal ein ECHTES Sony Ericsson-Handy. Ganz schön frech geklaut, ich schätze sowas kommt NIE auf den europäischen Markt.

sonyericsson2

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Song Eriesson

Verfasst von Nr. 2 am Mittwoch, 4. Februar 2009

:-D :-D :-D :-D :-D :-D :-D

Ich habe gerade den Akku aus einem Handy gefummelt. Und da blinzelt mir doch ein besonders dreister Markennamen-Klau entgegen. Naja, in China wird sowas wohl unter „Besonders clevere Marketing-Strategie“ abgelegt.

song-eriesson

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