Archiv für die Kategorie ‘Stets bemüht’
Lieferanten geben alles, aber es nützt nichts
Verfasst von Nr. 2 am Donnerstag, 24. September 2009
Wie ja schon erwähnt, texten wir ab und zu auch das, was dann auf die Verpackungen gedruckt wird. Nette Abwechslung und so. Dazu ist es ganz praktisch, wenn man die ungefähre Größe der Verpackung kennt, denn dann kann man die Menge des Textes anpassen.
Dazu bietet der Lieferant uns meistens einen sogenannten Diecut an, den er gleich mit der Original-Anleitung schickt. Das ist eine schematische Darstellung der Verpackung und sieht im Idealfall so aus:

Je nach Lieferant kommt dann manchmal auch so etwas, das ist zwar nicht unbedingt schön, aber man kann damit arbeiten:

NEU ist allerdings diese Version
:

Es ist noch nicht ganz sicher, ob wir das verkaufen werden. Aber ehrlich gesagt bin ich jetzt schon sehr froh, dass ich nicht die Verpackung dazu gestalten muss 
Immerhin hat er nicht einfach geschrieben, dass sie keinen Diecut haben…
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Verfasst von Nr. 2 am Montag, 7. September 2009
Oft sind unsere Anleitungen länger als die chinesische Version. Und sehr oft liegt das daran, dass unsere Hinweise zur Sicherheit einfach laaaang sind. In China sind die kurz oder nicht vorhanden
.
Offen gesagt: Vorschriften zur Sicherheit sind schön und gut. Aber mit der Sicherheit kannn man es auch übertreiben. Wie zum Beispiel mit Kaffeebechern, auf denen steht „Warning! Content is hot!“. Naja…
Ausnahmen bestätigen die Regel und so habe ich auch in China einen Sicherheitsfanatiker gefunden. Auf einer Produktverpackung prangte groß und breit folgendes Symbol:

Diese riesige und furcheinflößende Box hat die Maße 5 x 17 x 12 cm
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Verfasst von Scheff am Mittwoch, 12. August 2009
Kameras, mit denen man Haus und Hof und sich selber und andere überwachen kann, sind ein Dauerbrenner. Die Menschen wollen sich sicher fühlen und alles im Blick haben.
Klar, dass die Anbieter auf dieses Bedürfnis reagieren und solche Überwachungskameras in großer Vielfalt auf den Markt werfen.
Bei den Bedienungsanleitungen finde ich irgendwie witzig, dass da manchmal auch noch ein paar Tipps für Anwendungsbereiche gegeben werden.
So bot ein chinesischer Lieferant eine Kamera an und hatte in der Original-Bedienungsanleitung unter anderem diese Anwendungsbereicht empfohlen:

Also Parkhäuser – okay. Aber wo steht bei dieser Aufnahme die Kamera? Mitten auf der Straße?
Und beim zweiten Bild genauso. Hauseingang – klar. Und wo steht hier die Kamera? Direkt auf dem Fußgängerweg?
In beiden Fällen ist es doch viel einfacher, die Kamera zu klauen, als das was sie vielleicht überwachen soll.
In einer anderen Bedienungsanleitung wurden Anwendungsbereiche sogar in dieser Sprache empfohlen, die sie für Deutsch halten:

Das Alltagsleben der jugendlichen Leute sollte man auf jeden Fall überwachen!
Die „Kinderbetreurung“ auch.
Und ein Video, auf dem Polizisten Leute verprügeln kann auch nicht schaden.
Das „fernbediente Auto/Flug“ unten rechts ist wohl ein bissel groß geraten? Oder handelt es sich hier um eine neue Ausgabe von K.I.T.T.?
Das Beste finde ich aber unten links: „Jagdveranstaltungen“. Wer überwacht da wen?
Der Berglöwe, der den Kletterer jagt und sich nun in einer Felsspalte versteckt hat, um ihn gleich und direkt von unten so richtig ranzunehmen zu fressen?
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Verfasst von Scheff am Donnerstag, 6. August 2009

So genannte Glückslaternen oder Himmelslaternen aus China waren vor einem Jahr mal total der Hit. Kein Wunder: Himmelslaternen sehen ja auch schick aus, wenn sie da so am Nachthimmel rumfliegen. Das ist immer ein toller Spaß auf Partys.
Inzwischen sind die Dinger immer mehr in die Kritik geraten, weil durch sie eben doch schon der eine oder andere Brand ausgelöst wurde. Und vor ein paar Wochen ist in einem Brand, der wahrscheinlich durch Himmelslaternen ausgelöst wurde, ein 10-jähriges Kind ums Leben gekommen. Die Innenministerien einiger Bundesländer reagieren und verbieten die Himmelslaternen.
Himmelslaternen sind also inzwischen heiße Ware und als Händler macht man sich wahrscheinlich nicht nur Freunde, wenn man die ins Programm nimmt.
Und genau das ist der richtige Zeitpunkt für Himmelslaternen-Spam aus China!
Die Firma Shun-Yu Lantern bietet solche Himmelslaternen an und hat ihren Internetauftritt sogar auf …ähm… deutsch:

.
Das beste aber ist deren Slogan:

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Verfasst von Scheff am Donnerstag, 4. Juni 2009
Alibaba ist (laut Wikipedia) eine Handels- und Kommunikationsplattform für Unternehmen. Über diese Plattform können chinesische Händler mit potentiellen Abnehmern auf der ganzen Welt zusammenkommen.
Deutsche Händler zum Beispiel, die *Qualitätsware* aus China importieren wollen, suchen auf dieser Plattform nach entsprechenden Angeboten und können dann mit den jeweiligen Händlern Kontakt aufnehmen. Vorher jedoch müssen Sie eine winzig kleine Sprachhürde nehmen. Denn Alibaba bietet die Produkte zwar auch auf Deutsch an. Eine vernünftige Übersetzung sucht man jedoch meistens vergebens. Der gute alte Babelfish musste hier mal wieder herhalten.
Und schon wirds komisch.
Hier mal einige Beispiele:
Jede Hausfrau und jeder Hausmann liebt und braucht es – das Baumwollschutzblech mit friedlichem Selbstgewebe!

Oder für die lieben Kleinen: Der Schwingstuhl des elektrischen Babys.

Das hier ist anscheinend ein Sonnen-Rollo oder sowas: „Kühlen Sie rollen oben blindes ab„.

Die „Brust-Sorgfalt“ ist anscheinend ein Ding, dass Frau heiß machen kann und dann soll sie ihre Brüste da reinlegen.

Und dann lernen wir noch, was „Schwedische Gardinen“ in China sind: Perservorhänge!

Wenn Ihr Zeit habt, browst doch mal durch die Angebote bei Alibaba. Besonders im Bereich „Haus und Garten“ findet man die schrägsten Sachen!
Bei jeder Artikelbeschreibung findet man unten eine Art Entschuldigung:

Der da angebotene Link startet das Mailprogramm und man soll denen eine E-Mail schreiben.
Ich glaub ich schick denen einfach mal einen Link zu diesem Artikel hier…
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Verfasst von Scheff am Mittwoch, 13. Mai 2009
Das hier steht neben 70 anderen Sprachen auf der Verpackung für einen Baby-Beißring:

Das Produkt wurde in Polen hergestellt.
Das sieht man auch wieder deutlich an dem falschen Text: Die Art der Falschheit ist einfach anders…
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Verfasst von Scheff am Mittwoch, 6. Mai 2009
Für ein Handy aus China habe ich das Menü schön deutsch gemacht, damit die deutschen Kunden das Teil natürlich einwandfrei benutzen können.
Ich schickte die neuen deutschen Worte in einer vom Lieferanten vorbereiteten Excel-Tabelle nach China, damit der daraus eine neue und schöne deutsche Software für das Handy machen kann. Als die neue Software fertig war, schickte sie mir der Lieferant und dazu auch noch ein „Flash-Tool“, also ein Programm, mit dem ich die neue Software auf das Handymuster, das ich habe, aufspielen kann.
Soweit so normal.
Und damit ich auch verstehe, wie das „Flash-Tool“ funktioniert, hat mir der Lieferant auch noch eine Anleitung beigelegt. Die sieht so aus:

Es wäre halt nur nett gewesen, wenn der Lieferant mir die Anweisungen und Tipps wenigstens in englischer Sprache dazugeschrieben hätte und nicht in chinesisch, oder wie M$ WORD das übersetzt: quadratisch.
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Verfasst von Scheff am Mittwoch, 1. April 2009
So eine flexible Tastatur aus Silikon-Material ist ja inzwischen sicher auch allgemein bekannt:
Quelle: amazon.de
Schauen wir doch mal, was der asiatische Lieferant auf Deutsch auf die Verpackung einer solchen Tastatur schreibt:

Diese Tastatur ist also die perfekte Kombination aus Praxistauglichkeit, Langlebigkeit, Komfort und Flexibilität, ist perfekt für jede Arbeitsumgebung, passt leicht in verschiedene Taschen und kommt überhaupt mit wirklich jeder Situation klar.
Und außerdem kann sie noch ****hier bitte noch weiteres Blabla über Gemeinplätze einsetzen****
Sowas ist echt typisch und man findet es übrigens auch auf original deutschen Verpackungen.
Wenn da irgendwo Platz für Text ist, muss der vollgetextet werden.
Notfalls auch mit nichtssagendem Unsinn.
Toll aber: „Tippaktion mit taktilem Feedback“
Klingt doch irgendwie… professionell, oder?
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Verfasst von Scheff am Freitag, 27. März 2009
Das ist mal wieder ein ähnliches Muster wie hier schon.
Wir können das deutsche Menü eines Media-Players schön deutsch machen.
Der Lieferant hat uns eine Tabelle geschickt, in der es schon deutsche Eintragungen gibt, die sind aber meistens ziemlich daneben.
Die besten Beispiele seht Ihr hier:

Schon recht lustig teilweise.
Leider müssen, oder zum Glück dürfen, wir die Kunden vor derlei unterhaltsamen Entgleisungen bewahren…
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Verfasst von Scheff am Mittwoch, 11. März 2009
Warum wir vorsichtig sein müssen, wenn wir unsere Kinder von Spielzeug Made in China lernen lassen:

Gesehen auf einer Schreibtafel für Kinder.
Findet Ihr den Fehler?
Oder hattet Ihr auch so eine Tafel?
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Verfasst von Nr. 2 am Montag, 9. März 2009
- und wie man sie besser nicht gebrauchen sollte.
Menschen, die aus welchem Grund auch immer viel mit einem Notebook arbeiten, kennen das Problem:
Vor allem im Sommer meldet der kleine Schleppi recht schnell Überhitzung an und will nicht mehr so recht.
Abhilfe schafft da ein Coolerpad, eine kleine Auflage mit Ventilator, der das Gehirn des Klapprechners schön
kühl hält.
Problem: Man will doch so flexibel sein und nicht allzuviel mit sich herum schleppen.
Lösung: China!

Eigentlich sind das nur ein paar popelige Stangen, die um einen Ventilator angeordnet sind. Aber trommeln gehört
schließlich zum Geschäft und die hier verstehen sich wirklich darauf…vor allem wenn man bedenkt, dass:
- 1. Das Design geklaut ist (wen wunderts)
- 2. Die Teile bisher nur in China vertrieben wurden und
- 3. Von einzigartig keine Rede sein kann, da allein dieselbe Firma mehrere Modelle verkauft.
Ich denke, ich werde mich beim Betexten der nächsten Verpackung von den Kollegen inspirieren lassen
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Verfasst von Scheff am Montag, 2. März 2009
Sicherstellen, nochmal jemanden den Text lesen zu lassen, bevor automatische Übersetzung veröffentlichen:

Es gibt ja manchmal so Tage…
Zum Beispiel die Volumenjus-Tage, an denen man immer Fotos grasen muss:

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